Falsche Tatsachenbehauptungen bei Online-Bewertungen löschen

Falsche Tatsachenbehauptungen spielen eine entscheidende Rolle bei Online-Bewertungen und können erheblichen Schaden an Ihrem Unternehmensruf verursachen. Um den Schaden zu begrenzen, ist es wichtig, solche falschen und möglicherweise strafbaren Behauptungen zu identifizieren und angemessen darauf zu reagieren. Daher sollten Sie regelmäßig Ihre Online-Bewertungen überprüfen, auf negative und potenziell falsche Bewertungen schnell reagieren und derartige falsche Rezensionen umgehend zur Löschung bringen.

Was ist eine falsche Tatsachenbehauptung?

Eine falsche Tatsachenbehauptung ist eine Aussage, die vorgibt, eine bestimmte Tatsache zu beschreiben oder zu behaupten, die jedoch nicht der Realität entspricht. Im rechtlichen Kontext kann eine solche unwahre Tatsachenbehauptung zu Konsequenzen bis hin zur Abmahnung führen, insbesondere wenn sie dazu dient, jemanden zu diffamieren, zu verleumden, seinen Ruf zu schädigen oder ihm anderweitig Schaden zuzufügen.

Beispiele für falsche Tatsachenbehauptungen können in verschiedenen Bereichen auftreten:

  1. Persönliche Beziehungen: Eine Person behauptet fälschlicherweise oder gar mit Absicht, dass jemand in einer unangemessenen Beziehung steht, zum Beispiel indem behauptet wird, dass eine Person einen bestimmten Partner habe, obwohl dies nicht der Fall ist.
  2. Berufliche Reputation: Eine falsche Behauptung über die berufliche Qualifikation oder Leistung eines Individuums kann ebenfalls großen Schaden anrichten. Zum Beispiel könnte jemand fälschlicherweise behaupten, dass ein Arzt seine Lizenz verloren habe. Dass eine solche Behauptung zu einem Vertrauensverlust bei den Patienten führt, liegt auf der Hand.
  3. Produkt- oder Dienstleistungsqualität: Falsche Behauptungen über die Qualität eines Produkts oder einer Dienstleistung können zu finanziellen Verlusten für ein Unternehmen führen. Beispielsweise könnte jemand fälschlicherweise behaupten, dass ein bestimmtes Produkt nicht verkehrssicher sei, um dadurch den Ruf des Unternehmens mit Absicht zu schädigen.
  4. Öffentliche Angelegenheiten: In politischen Debatten oder öffentlichen Diskussionen werden oft falsche Tatsachenbehauptungen verbreitet, um die Meinung der Öffentlichkeit zu beeinflussen. Dies könnte beispielsweise die Verbreitung falscher Statistiken über die Kriminalitätsrate in einer bestimmten Region sein, um eine politische Agenda zu fördern.

Falsche Tatsachenbehauptungen können  sowohl persönlich als auch gesellschaftlich schwerwiegende Folgen haben. Sie können das Vertrauen zwischen Menschen untergraben, finanzielle Verluste verursachen und die öffentliche Ordnung beeinträchtigen. Aus diesem Grund ist es wichtig, sorgfältig den Wahrheitsgehalt von Aussagen zu prüfen, bevor man Informationen verbreitet. Gleichzeitig sollte dringend sichergestellt werden, dass die Behauptungen auf wahren Fakten basieren, um rechtliche Konsequenzen bis hin zu einer Strafe zu vermeiden.

Was ist bei rechtswidrigen Tatsachenbehauptungen in Online-Bewertungen zu beachten?

Bei falschen Tatsachenbehauptungen in Online-Bewertungen gibt es einige wichtige Aspekte zu beachten, insbesondere im Hinblick auf die potenziellen rechtlichen und reputativen Folgen. Angesichts der weiten Verbreitung von Online-Bewertungsplattformen wie Google, Jameda oder Kununu können falsche Behauptungen schnell große Auswirkungen haben. Hier sind einige Punkte, die man beachten sollte:

  1. Rechtliche Konsequenzen von unwahren Tatsachenbehauptungen: Falsche Tatsachenbehauptungen in Online-Bewertungen können rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, insbesondere wenn Äußerungen den Ruf einer Person oder eines Unternehmens schädigen. Beispielsweise kann ein Unternehmen rechtliche Schritte bis hin zur Abmahnung gegen eine Person einleiten, die eine falsche Behauptung über die Produktqualität oder den Kundenservice verbreitet. Auch Schadensersatzansprüche sind denkbar, wenn es bspw. zu einem entgegangenen Gewinn oder anderen Schäden bei dem betroffenen Unternehmen kommt. Sind die strafrechtlich zulässigen Grenzen durch die Bewertung überschritten worden, kann auf den Autor der Bewertung auch eine Strafe (in aller Regel eine Geldstrafe) zukommen.
  2. Beweisbarkeit: Es ist wichtig zu beachten, dass in der Regel der Verfasser einer Bewertung die Richtigkeit der Tatsachenbehauptungen nachweisen und vor Gericht beweisen können muss. Wenn beispielsweise jemand behauptet, dass ein Restaurant verdorbene Lebensmittel serviert habe, muss diese Aussage durch konkrete Beweise gestützt werden können, um als (wahre) Tatsachenbehauptung identifiziert zu werden. Ist dies nicht der Fall, liegt unter Umständen sogar eine strafbare Handlung vor (Verleumdung), die nicht selten mit einer Geldstrafe geahndet wird.
  3. Reaktion: Unternehmen sollten bedacht vorgehen, wenn sie auf falsche Tatsachenbehauptungen in Online-Bewertungen reagieren wollen. Es ist wichtig, sachlich zu bleiben und keine Anschuldigungen zu erheben, die den Konflikt weiter eskalieren könnten. Stattdessen sollte zunächst Kontakt mit einem im Reputationsrecht erfahrenen Rechtsanwalt aufgenommen werden, um die Löschung der rechtswidrigen und u.U. strafbaren Bewertung - wenn nötig mit einer Abmahnung - zu erwirken.
  4. Transparenz und Glaubwürdigkeit: Unternehmen sollten auf faire und transparente Weise mit negativen Bewertungen umgehen, auch wenn sie falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Indem sie offen auf Kritik eingehen und Lösungen anbieten, können sie das Vertrauen der Kunden stärken und ihre Glaubwürdigkeit trotz einzelner falscher Bewertungen erhalten. Gleichwohl raten wir bei derartigen Bewertungen immer dazu, diese löschen zu lassen.

Insgesamt ist es wichtig, falsche Tatsachenbehauptungen in Online-Bewertungen ernst zu nehmen und angemessen darauf zu reagieren, sowohl aus rechtlicher als auch aus reputativer Sicht. Durch eine sorgfältige und transparente Kommunikation können Unternehmen ihren guten Ruf schützen und das Vertrauen der Kunden aufrechterhalten.

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Was sind die Tatbestandsmerkmale der falschen Tatsachenbehauptung?

Die Tatbestandsmerkmale einer falschen Tatsachenbehauptung sind die rechtlichen Kriterien, die erfüllt sein müssen, damit eine Aussage als rechtswidrige Behauptung einer Tatsache betrachtet werden kann. Diese Tatbestandsmerkmale dienen dazu, zwischen Meinungsäußerungen und Tatsachenbehauptungen zu unterscheiden und den Schutz der persönlichen Ehre und des Rufes zu gewährleisten. Hier sind einige wichtige Merkmale, die eine Aussage als falsche Tatsachenbehauptung einordnen lassen: 

  1. Behauptung einer Tatsache: Die Aussage muss eine konkrete Behauptung einer objektiven Tatsache darstellen. Sie muss als Aussage verstanden werden, die sich auf etwas Konkretes bezieht und überprüfbar ist. Zum Beispiel könnte die Aussage, dass ein Restaurant verdorbene Lebensmittel serviert habe, als Behauptung einer Tatsache betrachtet werden.
  2. Falschheit der Behauptung: Die Behauptung muss nachweislich falsch sein. Es reicht nicht aus, dass die Aussage subjektiv als falsch empfunden wird; es muss objektiv bewiesen werden können, dass der Inhalt der Tatsachenbehauptung nicht der Realität entspricht.
  3. Wesentlichkeit: Die falsche Tatsachenbehauptung muss von wesentlicher Bedeutung sein, um den Ruf oder die Ehre einer Person oder eines Unternehmens erheblich zu beeinträchtigen. Aussagen, die keinen erheblichen Einfluss auf den Ruf haben, fallen nicht unter diesen Tatbestand. Zum Beispiel könnte die Behauptung, dass ein Restaurant keine Servietten anbiete, als weniger wesentlich angesehen werden als die Behauptung, dass das Essen verdorben war. Das ist aber stark vom Einzelfall abhängig, sodass es insoweit keine Pauschalisierung gibt.
  4. Öffentliche Verbreitung: Die falsche Tatsachenbehauptung muss öffentlich verbreitet worden sein, um rechtliche Konsequenzen zu haben. Dies kann beispielsweise durch die Veröffentlichung auf einer Website oder in den sozialen Medien geschehen.
  5. Schädigungsabsicht oder Fahrlässigkeit: Je nach Kontext kann entweder eine Schädigungsabsicht oder Fahrlässigkeit seitens des Verfassers der Aussage erforderlich sein, um für die falsche Tatsachenbehauptung haftbar gemacht zu werden. Es muss entweder beabsichtigt sein, den Ruf einer Person oder eines Unternehmens zu schädigen, oder der Verfasser muss zumindest grob fahrlässig gehandelt haben, indem er die Unwahrheit der Aussage nicht geprüft hat.

Diese Tatbestandsmerkmale dienen dazu, einen klaren rechtlichen Rahmen zu schaffen, um den Schutz der persönlichen Ehre und des Rufes sicherzustellen und gleichzeitig die Äußerungs- bzw. Meinungsfreiheit zu wahren.

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Was ist der Unterschied zwischen Tatsachenbehauptung und Meinungsäußerung?

Der Unterschied zwischen einer Tatsachenbehauptung und einer Meinungsäußerung liegt in der Art der Aussage und ihrer Interpretierbarkeit:

  1. Tatsachenbehauptung: Eine Tatsachenbehauptung bezieht sich auf objektive und überprüfbare Sachverhalte. Sie gibt eine Aussage über etwas Konkretes oder Messbares wieder, das entweder wahr oder falsch ist und das dann durch Beweise belegt werden kann. Tatsachenbehauptungen sind somit Aussagen, die objektiv richtig oder falsch sein können. Beispiel: "Das Restaurant hat gestern um 18 Uhr geschlossen."
  2. Meinungsäußerung: Im Gegensatz zu Tatsachenbehauptungen handelt es sich bei einer Meinungsäußerung um eine subjektive Äußerung, die auf persönlichen Ansichten, Gefühlen oder Werturteilen beruht. Meinungsäußerungen sind nicht objektiv überprüfbar, da sie von individuellen Interpretationen und Standpunkten abhängen. Sie reflektieren die persönliche Meinung oder Bewertung des Äußernden und sind daher nicht als wahr oder falsch zu klassifizieren. Beispiel: "Mir schmeckt das Essen in diesem Restaurant nicht.".

Der wesentliche Unterschied besteht also darin, dass Tatsachenbehauptungen auf objektiven Fakten beruhen, während Meinungsäußerungen subjektive Bewertungen darstellen. Tatsachenbehauptungen können überprüft und bewiesen werden, während Meinungsäußerungen Ausdruck individueller Ansichten und Empfindungen sind, die nicht objektiv falsifiziert werden können.

Im Kontext von rechtlichen Auseinandersetzungen ist es wichtig, zwischen Tatsachenbehauptungen und Meinungsäußerungen zu unterscheiden, da Tatsachenbehauptungen vornehmlich immer dann rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen können, wenn sie falsch sind und den Ruf einer Person oder eines Unternehmens schädigen. Meinungsäußerungen hingegen sind durch das Recht auf freie Meinungsäußerung geschützt - die sogar durch das Grundgesetz geschützte Meinungsfreiheit unterliegt keinen Verboten, solange sie nicht in die Persönlichkeitsrechte anderer eingreifen. 

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Warum sollte ich bei der Löschung von unwahren Tatsachenbehauptungen immer einen Anwalt mit der Löschung der Bewertung beauftragen?

Es gibt mehrere Gründe, warum es ratsam ist, bei einer unwahren Tatsachenbehauptung in einer Online-Bewertung als bewertetes Unternehmen einen Anwalt einzuschalten, um die unzulässige Bewertung löschen zu lassen. Hier sind einige der wichtigsten Gründe:

  1. Rechtliche Expertise und Beratung: Ein Rechtsanwalt verfügt über das erforderliche Fachwissen im Bereich des Persönlichkeitsrechts, des Medienrechts und anderer relevanter Rechtsgebiete. Er kann das Unternehmen darüber informieren, welche rechtlichen Schritte bis hin zur Abmahnung möglich sind und welche Vorgehensweise am besten geeignet ist, um die rechtswidrige Bewertung erfolgreich zu löschen.
  2. Erfahrung im Umgang mit Online-Bewertungen: Ein Anwalt, der sich auf das Medienrecht spezialisiert hat, verfügt über Erfahrung im Umgang mit Online-Bewertungen und kennt die gängigen Praktiken und Strategien zur Bekämpfung von unwahren Tatsachenbehauptungen oder unzulässigen Meinungsäußerungen.
  3. Durchsetzung rechtlicher Ansprüche bis hin zur Abmahnung: Ein Rechtsanwalt kann das Unternehmen dabei unterstützen, seine rechtlichen Ansprüche gegen den Verfasser der unwahren Tatsachenbehauptung durchzusetzen. Dies kann die Entfernung der Bewertung sowie die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen gegenüber dem Autor der Bewertung oder gar gegenüber dem Bewertungsportal umfassen.
  4. Schutz des Unternehmensrufs: Unwahre Tatsachenbehauptungen in Online-Bewertungen können den Ruf eines Unternehmens erheblich schädigen und zu Umsatzeinbußen führen. Ein Rechtsanwalt kann dazu beitragen, den Ruf des Unternehmens zu schützen und den finanziellen Schaden zu minimieren.
  5. Professionelle Vertretung vor Gericht: Falls eine außergerichtliche Einigung nicht möglich ist, kann ein Rechtsanwalt das Unternehmen vor Gericht vertreten und dessen Interessen effektiv verteidigen. Nur ein Rechtsanwalt verfügt über das notwendige juristische Know-how und über die Zulassung, um Ihre Interessen in einem gerichtlichen Verfahren erfolgreich durchzusetzen.

Insgesamt ist die Einschaltung eines Anwalts in Fällen von unwahren (oder womöglich sogar strafbaren) Tatsachenbehauptungen oder unzulässigen Meinungsäußerungen in Online-Bewertungen für das bewertete Unternehmen von großer Bedeutung. Ein Anwalt kann dazu beitragen, den Ruf des Unternehmens zu schützen, rechtliche Ansprüche durchzusetzen und finanzielle Schäden zu minimieren.

Fazit

Insgesamt ist es von entscheidender Bedeutung, bei unwahren Tatsachenbehauptungen in Online-Bewertungen einen Anwalt einzuschalten, um die unzulässige Bewertung löschen zu lassen. Dies bietet eine Reihe von Vorteilen und Schutzmaßnahmen für das bewertete Unternehmen:

  1. Erstens verfügt ein Anwalt über die notwendige rechtliche Expertise und kann das Unternehmen umfassend über die möglichen rechtlichen Schritte informieren. Dies umfasst die Einschätzung der Erfolgsaussichten verschiedener Vorgehensweisen wie die Abmahnung inklusive Abgabe einer Unterlassungserklärung oder die Einleitung eines Gerichtsverfahrens.
  2. Zweitens besitzt ein hierauf spezialisierter Rechtsanwalt Erfahrung im Umgang mit Online-Bewertungen und kennt die effektivsten Strategien, um unwahre Tatsachenbehauptungen oder rechtswidrige Meinungsäußerungen erfolgreich zur Löschung zu bringen. Ein Anwalt kann eine wirksame Kommunikation mit der Bewertungsplattform oder dem Verfasser der Bewertung führen, um eine schnelle Lösung herbeizuführen.
  3. Drittens kann ein Rechtsanwalt dem Unternehmen dabei helfen, seine rechtlichen Ansprüche durchzusetzen, sei es durch die Löschung der rechtswidrigen Bewertung oder durch die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen. Dies kann dazu beitragen, den Ruf des Unternehmens zu schützen und finanzielle Schäden zu minimieren.

Des Weiteren bietet ein Anwalt professionelle Vertretung vor Gericht, falls eine außergerichtliche Einigung nicht möglich ist. Er verfügt über das notwendige juristische Know-how, um die Interessen des Unternehmens effektiv zu verteidigen. 

Insgesamt ist die Einschaltung eines Anwalts ein wichtiger Schritt, um unwahre Tatsachenbehauptungen in Online-Bewertungen erfolgreich zu bekämpfen und den Ruf des Unternehmens zu schützen. Ein Anwalt kann das Unternehmen durch den gesamten Prozess führen und sicherstellen, dass rechtliche Ansprüche effektiv durchgesetzt werden.

falsche Tatsachenbehauptung durch Anwalt / Rechtsanwalt löschen lassen