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Erpressung mit Google-Bewertungen: Wie man sich erfolgreich verteidigen kann

In den letzten Jahren ist eine alarmierende Zunahme von Fällen zu verzeichnen, in denen Unternehmen mit negativen Google-Bewertungen bedroht oder erpresst werden. Diese Praxis ist nicht nur ethisch fragwürdig, sondern kann auch erhebliche rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Erpressung Bewertung

Hintergrund

Erpressung wird im juristischen Sinn als strafbare Handlung definiert, bei der jemand durch Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung veranlasst werden soll. In diesem Artikel werden wir nicht nur darauf eingehen, wie Unternehmen sich gegen derartige Erpressungsversuche erfolgreich wehren können, sondern auch einige Beispiele aus der Praxis vorstellen.

In unserer langjährigen juristischen Tätigkeit haben wir mehrere Fälle erlebt, in denen Unternehmen Opfer erpresserischer Bewertungen wurden.

Beispiele aus der Praxis

Ein häufiges Szenario ist folgendes: Ein Kunde nutzt eine Dienstleistung, wie beispielsweise eine Übernachtung in einer Ferienwohnung, und droht anschließend dem Unternehmen mit einer negativen Google-Bewertung, falls bestimmte Forderungen, wie etwa eine Preisreduzierung, nicht erfüllt werden. Doch was viele nicht wissen: Ein solches Vorgehen kann als Erpressung im Sinne des § 253 des Strafgesetzbuches (StGB) strafbar sein. Die Androhung einer schlechten Bewertung kann sich insbesondere dann als Erpressung erweisen, wenn der Bewerter versucht, sich durch die Drohung einen unrechtmäßigen Vorteil zu verschaffen.

Um sich gegen solche Erpressungsversuche zu verteidigen, empfehlen wir betroffenen Unternehmen, standhaft zu bleiben und klar zu kommunizieren. Weisen Sie den Kunden höflich, aber bestimmt auf mögliche rechtliche Konsequenzen hin und gehen Sie nicht auf unangemessene Forderungen ein. Es ist außerdem ratsam, Beweise zu sichern. Fordern Sie den Bewerter höflich auf, sein Anliegen schriftlich per E-Mail zu übermitteln. Auf diese Weise haben Sie einen Nachweis für den Erpressungsversuch, den Sie gegebenenfalls rechtlich sowohl für eine Strafanzeige als auch für die spätere Löschung der Bewertung nutzen können.

Ein konkretes Beispiel aus der Praxis ist auch der Fall eines Restaurants, das mit einer negativen Bewertung erpresst wurde, nachdem es eine Beschwerde über den Service erhalten hatte. Der Kunde drohte damit, eine schlechte Bewertung zu veröffentlichen, wenn ihm nicht eine kostenlose Mahlzeit gewährt würde. Das Restaurant reagierte angemessen, indem es höflich, aber bestimmt auf die rechtlichen Konsequenzen hinwies und sich weigerte, auf die Forderung einzugehen. Der Kunde zog daraufhin seine Drohung zurück.

Ein weiteres Beispiel betrifft ein kleines Hotel, das von einem Gast mit einer negativen Bewertung erpresst wurde, nachdem dieser unangemessen hohe Rabatte gefordert hatte. Das Hotel reagierte, indem es den Gast höflich, aber bestimmt bat, seine Forderungen schriftlich zu übermitteln. Als der Gast darauf einging, hatte das Hotel einen schriftlichen Beweis für den Erpressungsversuch, den es bei der Löschung der Bewertung rechtlich nutzen konnte.

Ein drittes Beispiel betrifft einen Freiberufler, der von einem Kunden mit einer negativen Bewertung erpresst wurde, nachdem er sich geweigert hatte, zusätzliche Leistungen kostenlos zu erbringen. Der Freiberufler informierte den Kunden höflich über die rechtlichen Konsequenzen einer Erpressung und lehnte die Forderung ab. Letztendlich entschied sich der Kunde, seine negative Bewertung wieder zu löschen.

Abschließendes

Abschließend möchten wir betonen, dass es wichtig ist, sich gegen derartige Erpressungsversuche taktisch sinnvoll zu verteidigen und die unberechtigte Veröffentlichung negativer Bewertungen zu verhindern. Sollten Sie selbst mit einer solchen Situation konfrontiert sein, stehen wir Ihnen gerne mit unserer Erfahrung im Bereich der Löschung negativer Google-Bewertungen zur Seite.